Rückhalt für kommerzielle Drohnenanwendungen sichern
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Illegale und missbräuchliche Drohnennutzung stellt Sicherheitsbehörden vor wachsende Herausforderungen und kann zugleich die gesellschaftliche Akzeptanz kommerzieller Anwendungen unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS) beeinträchtigen. Der Industrieverband UAV DACH – Association for Unmanned Aviation hat daher sechs zentrale Handlungsfelder benannt, die aus Sicht der Branche für eine wirksame Drohnendetektion und -abwehr in Europa entscheidend sind.
Unbemannte Luftfahrtsysteme bieten erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenziale. Damit diese skalierbar nutzbar werden, braucht es klare technische Standards, eindeutige Zuständigkeiten und ein hohes Sicherheitsniveau im unteren Luftraum. Sicherheit gilt dabei als Voraussetzung für Marktwachstum und öffentlichen Rückhalt.
Vor diesem Hintergrund richtet UAV DACH folgende sechs Forderungen an Politik und Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene:
Ein europaweit einheitliches Lagebild im unteren Luftraum, um legale und illegale Drohnenaktivitäten zuverlässig unterscheiden zu können
Die verbindliche Einführung von ADS-L als Identifikations- und Sichtbarkeitsstandard für alle Luftfahrzeuge im unteren Luftraum
Eine ganzheitliche Definition möglicher Bedrohungsszenarien als Grundlage für Technik, Prozesse und Zuständigkeiten
Industrienahe Forschung sowie gezielte Förderprogramme auf nationaler und europäischer Ebene
Der Aufbau eines europäischen Kompetenzzentrums für Drohnendetektion und -abwehr
Eine Präzisierung der Regeln für den privaten Drohnenbetrieb, um Missbrauch wirksam einzudämmen
Die Weiterentwicklung technischer und regulatorischer Strukturen im unteren Luftraum wird auch auf der XPONENTIAL Europe, 24.–26. März 2026, Düsseldorf, intensiv diskutiert – auf der Ausstellungsfläche ebenso wie im Konferenzprogramm.