Unbemannte Unterwasserfahrzeuge kommen für unterschiedlichste Aufgaben zum Einsatz. Sowohl im Bereich Militär und Grenzschutz als auch im Umweltmonitoring, für wissenschaftliche Untersuchungen oder auch im Fischereiwesen. Nicht zu vergessen: die Sicherung kritischer Infrastruktur wie Pipelines, Strom- und Datenkabel. Mit dem Phantom 2 hat das englische Unternehmen Dynautics ein Uncrewed Underwater Vehicle (UUV) vorgestellt, das mit seiner modularen Bauweise und großer Flexibilität punkten soll.
Markterfolg erfordert Effizienz, Zuverlässigkeit und Flexibilität
Wollen unbemannte Systeme sich am Markt behaupten, müssen sie sich als Tool erweisen, mit dem Kosten gesenkt, Ergebnisse optimiert oder die Effizienz betrieblicher Prozesse gesteigert werden kann. Für viele Anwenderinnen und Anwender ist es daher wichtig, mit einer Trägerplattform möglichst viele Aufgaben erfüllen zu können. Nachdem längere Zeit insbesondere die Antriebssysteme, Batterie- und Navigationstechnologien sowie die Sensorik zur Datenerfassung im Mittelpunkt der Entwicklungsbemühungen rund um Uncrewed Underwater Vehicles standen, rücken derzeit vor allem die Themen Zuverlässigkeit, Reichweite und Kosteneffizienz in den Blickpunkt.
Modulares Design als Antwort auf neue Anforderungen
Um diesen Bedarf zu adressieren, hat das englische Unternehmen Dynautics bei der Entwicklung des 3 Meter langen, optisch an einen Torpedo errinnernden UUVs Phantom 2 ein modulares Designkonzept verfolgt. Dadurch soll nicht nur die Flexibilität in puncto Transport und Nutzungsszenarien erhöht werden, Es verringern sich auch die Zeiträume, die für Wartungs- und Umrüstarbeiten aufgebracht werden müssen. Denn Payloads oder auch beschädigte Segmente lassen sich schnell und unkompliziert wechseln.
Bewährte Basis, angepasst an größere Dimensionen
Die Grundkonstruktion basiert im Wesentlichen auf dem deutlich kleineren Phantom 1, das Dynautics bereits 2019 für die US-Marine entwickelt hat. Die Steuerung übernimmt die hauseigene Autopilot-Technik, die mithilfe umfangreicher Simulatortests an die veränderten Dimensionen und physikalischen Eigenschaften des größeren „U-Boots“ angepasst wurde. Mit Blick auf das Energiemanagement wurde eine spezielle Firmware entwickelt, um kritische Systeme zu priorisieren, sollte dies erforderlich werden. Eine besondere Herausforderung stellte die Balance des unbemannten Systems dar. Denn dieses wurde so konzipiert, dass es mit nach oben zeigender Nase an der Wasseroberfläche schwimmen kann, um mit einem Fahrzeug an der Oberfläche kommunizieren zu können. Dies ermöglicht einen den Daten-Download und den Upload von Kartenmaterial oder Missions-Updates, ohne das System aus dem Wasser holen zu müssen.
> Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Drones, dem Fachmagazin mit Insights for the Uncrewed Future. www.drones-magazine.com