Wann wurde Dan-Tech Energy gegründet und wo sind Sie ansässig?
Das Unternehmen wurde vor über 25 Jahren in Tel Aviv, Israel, gegründet. Seit etwa 15 Jahren haben wir zusätzlich einen Standort in Berlin – mit eigenem Büro und einer vollständig zertifizierten Produktionslinie.
Worauf sind Sie spezialisiert und warum?
Wir sind auf die Entwicklung maßgeschneiderter Akkupacks spezialisiert – vor allem für Drohnen und Robotik, aber auch für andere Anwendungsbereiche wie Medizintechnik. Unsere größten Stärken sind Schnelligkeit und technisches Know-how: Kundinnen und Kunden erhalten bei uns oft schon innerhalb von vier bis sechs Wochen ein voll funktionsfähiges Muster. Damit sind wir deutlich schneller als der Branchendurchschnitt. Während größere Hersteller meist nur an Großaufträgen interessiert sind, bieten wir individuelle, kundenorientierte Lösungen bereits in kleinen bis mittleren Stückzahlen – beginnend mit der Entwicklung eines Musters. Bei Bedarf lässt sich die Produktion schnell hochskalieren: von wenigen Testmustern auf bis zu mehrere Tausend Einheiten pro Jahr. Besonders gerne arbeiten wir mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammen und setzen auf enge Zusammenarbeit, um deren spezifische Anforderungen zu erfüllen.
Welche Herausforderungen und besonderen Anforderungen gibt es in der Akku-Entwicklung?
Drohnen und Roboter haben oft spezielle Formfaktoren und erfordern Akkus mit individuellen Leistungsparametern – zum Beispiel hoher Energiedichte bei begrenztem Einbauraum oder besonders hohem Stromoutput in den ersten Sekunden des Betriebs. Um solche Anforderungen zu erfüllen, verwenden wir ausschließlich hochwertige Zellen namhafter Hersteller und entwickeln Lösungen, die hohe Leistung und Effizienz kombinieren. Außerdem arbeiten wir mit innovativen Zellherstellern zusammen, um künftig Akkus mit noch höherer Energiedichte anbieten zu können.
Nicht alle Hersteller autonomer Systeme sind auch Experten im Bereich Batteriemanagement. Bieten Sie auch Beratung an?
Neben der technischen Entwicklung bieten wir selbstverständlich auch umfassende Beratung an – insbesondere für Kunden, die weniger Erfahrung mit Akkutechnologie haben. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen bei der Auswahl der passenden Zellchemie (z. B. Lithium-Ionen oder LiPo), bei Laufzeitanalysen und bei der Integration des Akkus in bestehende Systeme. Zudem beraten wir zur geeigneten Ladeinfrastruktur, da ein falsches Ladegerät die Lebensdauer des Akkus erheblich verkürzen kann.
Vertrauen in Produkte entsteht oft auch durch Zertifizierungen. Wie ist es diesbezüglich bei Ihnen?
Unsere Akkus werden so konzipiert, dass sie alle relevanten internationalen Zertifizierungsstandards erfüllen – je nach Anforderung unserer Kundschaft. Besonders wichtig ist dabei die UN 38.3-Zertifizierung, die den sicheren Transport von Lithium-Batterien gewährleistet. Um diesen Prozess möglichst effizient zu gestalten, haben wir definierte Abläufe entwickelt, die eine reibungslose Zertifizierung nach UN 38.3 ermöglichen. Unsere Produktionsstätte in Berlin ist darüber hinaus nach ISO 9001:2015 zertifiziert – ein Beleg für konsequentes Qualitätsmanagement. Zusätzlich unterstützen wir umfassend bei Logistik, Recycling und der Einhaltung aktueller gesetzlicher Vorgaben.
Nach Ihrem erfolgreichen Auftritt auf der XPONENTIAL Europe 2025 – sind Sie im nächsten Jahr wieder dabei, und wenn ja: Was werden Sie zeigen?
Auf jeden Fall. Wir haben auf der XPONENTIAL Europe 2025 großartige Erfahrungen gemacht. Die Messe bot uns wertvolle Networking-Möglichkeiten und die Chance, mit bestehenden und potenziellen Partnern aus der Drohnen- und Robotikbranche in Kontakt zu treten. Wir planen definitiv, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Dort werden wir unter anderem Weiterentwicklungen im Bereich hochdichter Akkutechnologien vorstellen, neue smarte Funktionen im Battery Management System (BMS) zeigen – und vermutlich einige individuelle Akku-Lösungen präsentieren, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben.
Interview: Sonja Buske