Bodeninfrastruktur für skalierbare, wirtschaftlich nachhaltige BVLOS-Missionen im 24/7-Betrieb bereitstellen. Im Fokus steht dabei eine kontaktbasierte, CE-zertifizierte Ladelösung, die herstellerunabhängig ausgelegt ist. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass zentral platzierte „Drohnengaragen“ von mehreren Unternehmen genutzt und von heterogenen UAS-Flotten angeflogen werden können.
Als wesentliche Infrastrukturkomponente für den dezentral organisierten Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge rücken Drohnenhangars zunehmend in den Mittelpunkt zukunftsfähiger Geschäftsmodelle. Ein umfassendes Netzwerk aufzubauen ist jedoch kostenintensiv und rechnet sich nur dann, wenn sich die Investitionskosten dank hoher Einsatzfrequenz auf viele Einzelmissionen verteilen lassen. Skycharge verfolgt daher einen plattformübergreifenden Ansatz, um die gemeinsame Nutzung von Dock-Lösungen zu ermöglichen oder perspektivisch sogar den Aufbau eines Netzes von „Stromtankstellen“ als eigenständiges Geschäftsmodell zu unterstützen. Kommunen könnten eine solche Lademöglichkeit nutzen, um die Ansiedlung von Unternehmen zu fördern. Zum Beispiel in großen Industriegebieten oder an Knotenpunkten, an denen sich die Flugrouten verschiedener UAS-Typen mehrerer Betreiber kreuzen.
Test unter Realbedingungen
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner HHLA Sky wurde der „Skycharge Hangar“ vor der offiziellen Markteinführung ausführlich getestet – und das unter den anspruchsvollen Bedingungen des Hamburger Hafens. Hier musste die Drohnengarage nicht nur zahlreiche Ladezyklen abspulen, sondern auch herausfordernden Umgebungsbedingungen standhalten. Dazu zählten unter anderem Starkregen, deutliche Temperaturschwankungen sowie eine teilweise instabile Stromversorgung, wie sie in der Einsatzrealität in Häfen und anderen großen Industrieanlagen durchaus vorkommen kann.
Technologisch setzt Skycharge bewusst auf ein kontaktbasiertes Ladesystem, das mithilfe nachrüstbarer Verbindungsstifte genutzt werden kann. UAS können hierfür – anders als beispielsweise bei induktiven Verfahren oder Batteriewechselkonzepten – schnell und kostengünstig ertüchtigt werden. Nichtsdestotrotz verspricht der Hersteller einen hohen Wirkungsgrad sowie eine robuste Energieübertragung, was insbesondere für den kontinuierlichen UAS-Einsatz im 24/7-Betrieb entscheidend ist.
Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Drones, dem Fachmagazin mit Insights for the Uncrewed Future.